Cava

Podenco Canario von La Palma

 

Seit 5 Jahren lebt die Podenca Cava jetzt bei uns und eins steht fest: einmal Podenco immer wieder Podenco!

Seit vielen Jahren machen wir immer wieder mal Urlaub auf La Palma, dieser herrlichen grünen Kanaren-Insel. Und schon bei den ersten Besuchen machten wir Bekanntschaft mit Menschen, die sich auf der Insel für den Tierschutz stark machen. Bei ihnen lebten natürlich auch einige Podencos. Und von Anfang an gefiel uns diese Rasse sehr gut. Durch ihre Statur und ihr „vornehmes", zurückhaltendes Auftreten machten sie Eindruck. Zu der Zeit waren unsere Kinder noch recht jung und wir schoben das Thema Hund noch etwas auf.

Im April 2005 war es dann soweit. Wieder mal auf La Palma, besuchte ich auch ein Tierchützerin. Sie kümmert sich sehr herzlich und aufopfernd um den Tierschutz auf der Insel. Einige Zeit vor meinem Besuch hatten Wanderer drei ausgesetzte Podenco-Welpen im Wald gefunden und bei ihr abgegeben. Ich schickte sofort Fotos nach Deutschland und mein Mann und die Kinder entschieden sich für Cava. Sie sah so hübsch aus, mit ihren weißen Socken und Schwanzspitze.

Die drei Kleinen hatten wohl Glück gehabt. Als sie gefunden wurden, waren sie in einem guten Zustand, so dass man davon ausgehen konnte, dass sie noch nicht allzu lange sich selbst überlassen waren. Bei ihr waren sie dann auch in guten Händen. Sie bekamen ein warmes, trockenes Plätzchen mit einigen Spielkameraden, Streicheleinheiten und Vollpension, wurden dem Tierarzt vorgestellt, geimpft und gechipt.

Nachdem die Entscheidung getroffen war, konnte ich die viermonatige Cava auf meinem Rückflug gleich mit nach hause nehmen. In Deutschland war es leider zu Anfang recht kühl und es gab viel Neues, Unbekanntes für die kleine Cava. Aber sie lebte sich schnell ein und lernte sehr schnell. Sie liebte es mit den Kindern im Garten zu toben. Wie alle Podencos bevorzugt sie erhöhte Liegeplätze, am Liebsten natürlich in der Sonne!

Wir besuchten dann anfangs auch eine „normale" Welpenschule und merkten sehr schnell, dass Podencos anders sind, als andere Hunde. Die Retriever, Beagles usw. waren gut mit Leckerchen abzulenken/zu belohnen. Nicht so unsere Cava. Das interessierte sie überhaupt nicht. Auch wenn die Hundetrainerin die Stimme erhob oder mal an der Leine ruckte, reagierte Cava anders als ihre Hundekollegen. Sie zog sich zurück und reagierte eher ängstlich. Zu hause übten wir dann mit ihr in Ruhe und sie lernte die Grundregeln recht schnell. Aber immer wieder zeigte sie uns auch ganz deutlich, wenn sie keine Lust mehr hatte oder im Moment gar nicht einsah, einen bestimmten Befehl zu befolgen, wie z.B. im nassen Gras „Sitz" zu üben. Etwas später hörten wir dann von Ulli's Hundeschule und fanden bei Ihr Verständnis und Kompetenz in Sachen Podenco! Den Jagdtrieb haben wir weiterhin nicht im Griff, aber wir leinen sie eben nur noch in sicherem Gelände ab.

Auch wenn Cava in der ersten Zeit bei uns einige Dinge zerstört hat (Schuhe zerkaut, Handy angeknabbert, Fernbedienung zerlegt...) möchten wir sie auf kleinen Fall mehr missen. Das Podenco-typische Benehmen, diese ruhige, zurückhaltende, vorsichtige Art wie sie sich Leuten nähern und im Haus bewegen ist einfach toll. Es sind absolut liebenswerte Hunde!

Es gab auch schon mal Situationen, in denen ich Cava wieder auf die Insel schicken wollte, nachdem sie im Garten ein Vogelnest ausgeräubert hatte oder als sie mit einem Rebhuhn im Maul zurückkam, aber das war natürlich nie wirklich ernst gemeint. Das ist halt der andere Charakterzug! Wir lassen Cava jetzt wirklich nur noch an ganz bestimmten, sicheren Stellen freilaufen. Ansonsten versuchen wir sie durch Such- und Aportier-Spiele im Garten/Haus auszulasten.

Seit einiger Zeit haben läuft sie frei auf einer eingezäunten Wiese in Köln. Dort sind immer viele andere jagdfreudige Hunde, mit denen Cava prima toben kann. Dort haben wir auch unsere Gia getroffen, unseren zweiten spanischen Wildfang, aber dazu vielleicht an anderer Stelle mehr.